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| Foto: Wikipedia |
Samstag, 24. Dezember 2016
Donnerstag, 15. Dezember 2016
Ein besonders schöner Vogel
Wenn Du einen besonders schönen Vogel findest und Du willst ihn behalten, dann laß ihn fortfliegen. Wenn er zurückkommt, dann gehört er Dir, wenn er fort bleibt, wäre er nie Dein Vogel gewesen.
(Chinesiches Sprichwort)
(Chinesiches Sprichwort)
Dienstag, 15. November 2016
Vogelkauf
Melodie: Dort unten in der Mühle
Texter: unbekannt
1.
[: Dort unten an der Mühle, da wohnt in stiller Ruh' :]
[: der alte Züchter Thiele, hier ging ich ab und zu :]
2.
[: Herzlich hieß mich willkommen, der alte Züchtersmann. :]
[: Und als ich Platz genommen, hub er zu reden an :]
3.
[: " Mein Sohn, Du willst doch hören der Vögel ganzen Chor; :]
[: das will ich dir nicht wehren, hier setz' ich sie dir vor !" :]
4.
[: Wie herrlich war'n die Rollen, wie tief das weiche Hohl :]
[: die Sockeln, ach, die vollen, bezauberten mich wohl :]
5.
[: Schier in sich selbst versunken stand da der Silbergreis :]
[: vom Chorgesang ganz trunken, war's mir ganz warm und heiß :]
6.
[: Als nun der Traum vergangen, saß ich in meinem Haus :]
[: und packte zwei Stück Hähne für hundert Märkchen aus :]
7.
[: Die Vögel waren träge, kaum traut' ich meinem Ohr'n :]
[: sie hatten auf dem Wege das ganze Hohl verlor'n :]
8.
[: Drum Züchter laß dir sagen: Trau wenig bei dem Kauf, :]
[: den Traum mußt Du verjagen, halt Ohr und Auge auf ! :]
Quelle:
"Taschenbuch für fidele Kanarienzüchter"
2. Auflage 1912
Herausgeber: Richard Biesecker, 1. Vorsitzender der Kanaria zu Halle
Verlag Böduel & Comp. (Witten a. d. Ruhr)
Texter: unbekannt
1.
[: Dort unten an der Mühle, da wohnt in stiller Ruh' :]
[: der alte Züchter Thiele, hier ging ich ab und zu :]
2.
[: Herzlich hieß mich willkommen, der alte Züchtersmann. :]
[: Und als ich Platz genommen, hub er zu reden an :]
3.
[: " Mein Sohn, Du willst doch hören der Vögel ganzen Chor; :]
[: das will ich dir nicht wehren, hier setz' ich sie dir vor !" :]
4.
[: Wie herrlich war'n die Rollen, wie tief das weiche Hohl :]
[: die Sockeln, ach, die vollen, bezauberten mich wohl :]
5.
[: Schier in sich selbst versunken stand da der Silbergreis :]
[: vom Chorgesang ganz trunken, war's mir ganz warm und heiß :]
6.
[: Als nun der Traum vergangen, saß ich in meinem Haus :]
[: und packte zwei Stück Hähne für hundert Märkchen aus :]
7.
[: Die Vögel waren träge, kaum traut' ich meinem Ohr'n :]
[: sie hatten auf dem Wege das ganze Hohl verlor'n :]
8.
[: Drum Züchter laß dir sagen: Trau wenig bei dem Kauf, :]
[: den Traum mußt Du verjagen, halt Ohr und Auge auf ! :]
Quelle:
"Taschenbuch für fidele Kanarienzüchter"
2. Auflage 1912
Herausgeber: Richard Biesecker, 1. Vorsitzender der Kanaria zu Halle
Verlag Böduel & Comp. (Witten a. d. Ruhr)
Donnerstag, 15. September 2016
Die Kraft des Adlers
Die Kraft des Adlers im Flug bewährt sich nicht dadurch, daß er keinen Zug nach der Tiefe empfindet, sondern dadurch, daß er ihn überwindet, ja ihn selbst zum Mittel seiner Erhebung macht.
F.W.J. Schelling
(aus: Zur Geschichte der neueren Philosophie)
F.W.J. Schelling
(aus: Zur Geschichte der neueren Philosophie)
Montag, 15. August 2016
Gedicht von K. Gibran
Ich trinke den Tau wie Wein
und lausche dem Lied der Drossel.
Unter dem Applaus des Grases
tanze ich.
Ich blicke stets nach oben,
um nicht meinen Schatten,
sondern das Licht zu sehen.
Und dies ist eine Weisheit,
die der Mensch
noch nicht gelernt hat.
Khalil Gibran, Sämtliche Werke
und lausche dem Lied der Drossel.
Unter dem Applaus des Grases
tanze ich.
Ich blicke stets nach oben,
um nicht meinen Schatten,
sondern das Licht zu sehen.
Und dies ist eine Weisheit,
die der Mensch
noch nicht gelernt hat.
Khalil Gibran, Sämtliche Werke
Freitag, 15. Juli 2016
Zitate über Vögel
Es gibt viele sehr schöne Zitate über Vögel. Hier ist eine kleine Sammlung, die garantiert nicht vollständig ist. Möglicherweise hat jemand ja noch eines, was hier fehlt ?
Sonntag, 26. Juni 2016
Der Zaunkönig und der Bär
Zur Sommerszeit gingen einmal der Bär und der Wolf im Wald spazieren.
Da hörte der Bär so schönen Gesang von einem Vogel und sprach: "Bruder
Wolf, was ist das für ein Vogel, der so schön singt?" Das ist der König
der Vögel", sagte der Wolf, "vor dem müssen wir uns neigen"; es war aber
der Zaunkönig. "Wenn das ist", sagte der Bär, "so möcht ich auch gerne
seinen königlichen Palast sehen, komm und führe mich hin!" "Das geht
nicht so, wie du meinst", sprach der Wolf, "du mußt warten, bis die Frau
Königin kommt." Bald darauf kam die Frau Königin und hatte Futter im
Schnabel und der Herr König auch, und wollten ihre Jungen atzen.
Mittwoch, 15. Juni 2016
„Kanaria“ sei’s Panir
Melodie: Papst & Sultan
Texter: unbekannt
1.
Zum Sport benutzt man viel das Tier, dem Menschen schafft es viel Pläsier.
Der eine macht sich viel zu tun mit Pferden, Tauben und mit Huhn.
2.
Ich aber, Freunde, rufe hier: "Kanaria" sei das Panier !
Macht Freud' dem Kinde, Weib und Mann, drum züchte, wer nur züchten kann.
3.
Der Gelbrock ist im ganzen Land als schönster Vogel längst bekannt.
Schmuck ist sein Kleid und keck der Mut, drum sind ihm alle Menschen gut.
4.
Am schönsten ist doch sein Gesang, da kann man lauschen stundenlang,
singt er so leise, hohl und rein, wie schmeichelt sich ins Herz das ein.
5.
Die Sache geht nicht immer glatt, oftmals Verluste auch man hat.
Doch wenn das Glück nun einmal hold, dem bringt sie auch viel Ehr' und Freud'.
6.
Drum Züchter alle, Mann für Mann, stoßt kräftig mit den Gläsern an !
Uns're Zucht, am schönsten ist sie doch, Kanarienzucht, sie lebe hoch !
Quelle:
"Taschenbuch für fidele Kanarienzüchter"
2. Auflage 1912
Herausgeber: Richard Biesecker, 1. Vorsitzender der Kanaria zu Halle
Verlag Böduel & Comp. (Witten a. d. Ruhr)
Texter: unbekannt
1.
Zum Sport benutzt man viel das Tier, dem Menschen schafft es viel Pläsier.
Der eine macht sich viel zu tun mit Pferden, Tauben und mit Huhn.
2.
Ich aber, Freunde, rufe hier: "Kanaria" sei das Panier !
Macht Freud' dem Kinde, Weib und Mann, drum züchte, wer nur züchten kann.
3.
Der Gelbrock ist im ganzen Land als schönster Vogel längst bekannt.
Schmuck ist sein Kleid und keck der Mut, drum sind ihm alle Menschen gut.
4.
Am schönsten ist doch sein Gesang, da kann man lauschen stundenlang,
singt er so leise, hohl und rein, wie schmeichelt sich ins Herz das ein.
5.
Die Sache geht nicht immer glatt, oftmals Verluste auch man hat.
Doch wenn das Glück nun einmal hold, dem bringt sie auch viel Ehr' und Freud'.
6.
Drum Züchter alle, Mann für Mann, stoßt kräftig mit den Gläsern an !
Uns're Zucht, am schönsten ist sie doch, Kanarienzucht, sie lebe hoch !
Quelle:
"Taschenbuch für fidele Kanarienzüchter"
2. Auflage 1912
Herausgeber: Richard Biesecker, 1. Vorsitzender der Kanaria zu Halle
Verlag Böduel & Comp. (Witten a. d. Ruhr)
Sonntag, 1. Mai 2016
Wär ich so ein Kanarienhahn
Melodie: Ich bin der Doktor Eisenbart
Texter: unbekannt
1.
Wär ich so ein Kanarienhahn, zwilli, willi, witt, bumm, bumm !
Ich strengte meine Kehle an, zwilli, willi, witt, bumm, bumm !
Ich sänge, daß der Kasten kracht, ich säng' bei Tage und bei Nacht:
zwilli, willi, witt, juchheirassa, zwilli, willi, witt, bumm, bumm !
2.
Froschhohl wär mir ein Kinderspiel, zwilli, willi, witt, bumm, bumm.
Auch Schockel, Knorre brächt' ich viel, zwilli, willi, witt, bumm, bumm.
Hohlrolle machte ich so lang, 's würde euch ganz Angst und Bang.
Zwilli, willi, witt, juchheirassa, zwilli, willi, witt, bumm, bumm !
3.
Beim Treten zeigte ich viel Mut, zwilli, willi, witt, bumm, bumm.
Denn jedes Ei wär bei mir gut, zwilli, willi, witt, bumm, bumm.
Meine Weibchen litten keine Not, und die Jungen biß ich nicht tot.
zwilli, willi, witt, juchheirassa, zwilli, willi, witt, bumm, bumm.
4.
Das Füttern wär' so mein Geschmack, zwilli, willi, witt, bumm, bumm.
Den Kropf voll wie ein Dudelsack, zwilli, willi, witt, bumm, bumm.
Säß ich auf des Nestes Rande, fütterte ich die ganze Bande.
zwilli, willi, witt, juchheirassa. zwilli, willi, witt, bumm, bumm.
5.
Doch eins will ich euch auch gesteh'n, zwilli, willi, witt, bumm, bumm.
Einen ander'n Hahn könnt' ich nicht seh'n, zwilli, willi, witt, bumm, bumm.
Und käm er in mein Vogelhaus, ich riß ihm alle Federn raus.
zwilli, willi, witt, juchheirassa. zwilli, willi, witt, bumm, bumm.
6.
Vorsingen wollt' ich wie noch nie, zwilli, willi, witt, bumm, bumm.
Dem kleinen, lieben Vogelvieh, zwilli, willi, witt, bumm, bumm.
Doch brächte eine Schnetter, gäb's ein derbes Donnerwetter:
zwilli, willi, witt, juchheirassa, zwilli, willi, witt, bumm, bumm.
7.
Zur Ausstellung nur ersten Preis, zwilli, willi, witt, bumm, bumm.
Den Preisrichtern macht' ich was weiß zwilli, willi, witt, bumm, bumm.
Ich brächte lauter tiefes Hohl, und lög' ihn'n doch den Buckel voll.
zwilli, willi, witt, juchheirassa, zwilli, willi, witt, bumm, bumm.
8.
Doch, Freunde, daß ihr's alle wißt ! zwilli, willi, witt, bumm, bumm.
Weil's einmal nicht zu ändern ist, zwilli, willi, witt, bumm, bumm.
Bleib' ich bei meiner lieben Frau, denn da fühl' ich mich auch sehr schlau.
zwilli, willi, witt, juchheirassa, zwilli, willi, witt, bumm, bumm.
Quelle:
"Taschenbuch für fidele Kanarienzüchter"
2. Auflage 1912
Herausgeber: Richard Biesecker, 1. Vorsitzender der Kanaria zu Halle
Verlag Böduel & Comp. (Witten a. d. Ruhr)
Texter: unbekannt
1.
Wär ich so ein Kanarienhahn, zwilli, willi, witt, bumm, bumm !
Ich strengte meine Kehle an, zwilli, willi, witt, bumm, bumm !
Ich sänge, daß der Kasten kracht, ich säng' bei Tage und bei Nacht:
zwilli, willi, witt, juchheirassa, zwilli, willi, witt, bumm, bumm !
2.
Froschhohl wär mir ein Kinderspiel, zwilli, willi, witt, bumm, bumm.
Auch Schockel, Knorre brächt' ich viel, zwilli, willi, witt, bumm, bumm.
Hohlrolle machte ich so lang, 's würde euch ganz Angst und Bang.
Zwilli, willi, witt, juchheirassa, zwilli, willi, witt, bumm, bumm !
3.
Beim Treten zeigte ich viel Mut, zwilli, willi, witt, bumm, bumm.
Denn jedes Ei wär bei mir gut, zwilli, willi, witt, bumm, bumm.
Meine Weibchen litten keine Not, und die Jungen biß ich nicht tot.
zwilli, willi, witt, juchheirassa, zwilli, willi, witt, bumm, bumm.
4.
Das Füttern wär' so mein Geschmack, zwilli, willi, witt, bumm, bumm.
Den Kropf voll wie ein Dudelsack, zwilli, willi, witt, bumm, bumm.
Säß ich auf des Nestes Rande, fütterte ich die ganze Bande.
zwilli, willi, witt, juchheirassa. zwilli, willi, witt, bumm, bumm.
5.
Doch eins will ich euch auch gesteh'n, zwilli, willi, witt, bumm, bumm.
Einen ander'n Hahn könnt' ich nicht seh'n, zwilli, willi, witt, bumm, bumm.
Und käm er in mein Vogelhaus, ich riß ihm alle Federn raus.
zwilli, willi, witt, juchheirassa. zwilli, willi, witt, bumm, bumm.
6.
Vorsingen wollt' ich wie noch nie, zwilli, willi, witt, bumm, bumm.
Dem kleinen, lieben Vogelvieh, zwilli, willi, witt, bumm, bumm.
Doch brächte eine Schnetter, gäb's ein derbes Donnerwetter:
zwilli, willi, witt, juchheirassa, zwilli, willi, witt, bumm, bumm.
7.
Zur Ausstellung nur ersten Preis, zwilli, willi, witt, bumm, bumm.
Den Preisrichtern macht' ich was weiß zwilli, willi, witt, bumm, bumm.
Ich brächte lauter tiefes Hohl, und lög' ihn'n doch den Buckel voll.
zwilli, willi, witt, juchheirassa, zwilli, willi, witt, bumm, bumm.
8.
Doch, Freunde, daß ihr's alle wißt ! zwilli, willi, witt, bumm, bumm.
Weil's einmal nicht zu ändern ist, zwilli, willi, witt, bumm, bumm.
Bleib' ich bei meiner lieben Frau, denn da fühl' ich mich auch sehr schlau.
zwilli, willi, witt, juchheirassa, zwilli, willi, witt, bumm, bumm.
Quelle:
"Taschenbuch für fidele Kanarienzüchter"
2. Auflage 1912
Herausgeber: Richard Biesecker, 1. Vorsitzender der Kanaria zu Halle
Verlag Böduel & Comp. (Witten a. d. Ruhr)
Montag, 18. April 2016
Vogelzüchterlied
Melodie: Mein Vater war ein Wandersmann
Text: Nicole Müller / Adelheid Müller
1.
Wir Züchter* sind ein frohes Volk,
und lieben die Natur,
wir züchten nicht für guten Lohn,
aus Lieb' zum Tiere nur.
Valeri, Valera, ...
aus Lieb' zum Tiere nur.
2.
Ist dann der strenge Winter fort,
beginnt die Züchterzeit,
bei'm einen klappt's beim ersten Mal,
beim ander'n klappt es nie.
Valeri, Valera, ...
beim ander'n klappt es nie.
3.
Sind dann die ersten Jungen da,
dann ist die Freude groß,
der eine züchtet Kanarien,
der and're Sittiche.
Valeri, Valera, ...
der and're Sittiche.
4.
Im Herbst dann geh'n die Schauen los,
das freut das Züchterherz,
dem einen bringt es Ehr' und Lob,
dem and'ren bringt es Schmerz.
Valeri, Valera, ...
dem and'ren bringt es Schmerz.
5.
Drum Freunde grämt euch nicht zu sehr,
auch euch lacht mal das Glück.
Ein Züchter schaut nach vorne nur,
und niemals mehr zurück !
Valeri, Valera, ...
und niemals mehr zurück !
6.
Ist dann der Lebensweg zu End,
winkt der Engel Schar,
dann sag ich, Gott, ich danke Dir,
daß ich ein Züchter war !
Valeri, Valera, ...
daß ich ein Züchter war !
*
Statt "Züchter" wird gern das Wort "Vögler" eingesetzt.
Text: Nicole Müller / Adelheid Müller
1.
Wir Züchter* sind ein frohes Volk,
und lieben die Natur,
wir züchten nicht für guten Lohn,
aus Lieb' zum Tiere nur.
Valeri, Valera, ...
aus Lieb' zum Tiere nur.
2.
Ist dann der strenge Winter fort,
beginnt die Züchterzeit,
bei'm einen klappt's beim ersten Mal,
beim ander'n klappt es nie.
Valeri, Valera, ...
beim ander'n klappt es nie.
3.
Sind dann die ersten Jungen da,
dann ist die Freude groß,
der eine züchtet Kanarien,
der and're Sittiche.
Valeri, Valera, ...
der and're Sittiche.
4.
Im Herbst dann geh'n die Schauen los,
das freut das Züchterherz,
dem einen bringt es Ehr' und Lob,
dem and'ren bringt es Schmerz.
Valeri, Valera, ...
dem and'ren bringt es Schmerz.
5.
Drum Freunde grämt euch nicht zu sehr,
auch euch lacht mal das Glück.
Ein Züchter schaut nach vorne nur,
und niemals mehr zurück !
Valeri, Valera, ...
und niemals mehr zurück !
6.
Ist dann der Lebensweg zu End,
winkt der Engel Schar,
dann sag ich, Gott, ich danke Dir,
daß ich ein Züchter war !
Valeri, Valera, ...
daß ich ein Züchter war !
*
Statt "Züchter" wird gern das Wort "Vögler" eingesetzt.
Samstag, 16. April 2016
Der Zaunkönig (Märchen von den Gebrüder Grimm)
In den alten Zeiten, da hatte jeder Klang noch Sinn und Bedeutung.
Wenn der Hammer des Schmieds ertönte, so rief er: "Smiet mi to! Smiet mi
to!" Wenn der Hobel des Tischlers schnarrte, so sprach er: "Dor häst!
Dor, dor häst!" Fing das Räderwerk der Mühle an zu klappern, so sprach
es: "Help, Herr Gott! Help, Herr Gott!", und war der Müller ein Betrüger
und ließ die Mühle an, so sprach sie hochdeutsch und fragte erst
langsam: "Wer ist da? Wer ist da?", dann antwortete sie schnell: "Der
Müller! Der Müller!", und endlich ganz geschwind: "Stiehlt tapfer,
stiehlt tapfer, vom Achtel drei Sechter."
Donnerstag, 24. März 2016
Lob der Kanarienzucht
Melodie: Oh Tannenbaum, jedoch anpassen
Texter: unbekannt
1.
Kanarienzucht ! Kanarienzucht !
Es kann nicht's schön'res geben;
im Winter, wenn es friert und schneit
und auch zur schönen Sommerzeit
bist du mein Glück, mein Leben.
2.
Der Hahnenschrei ! Der Hahnenschrei !
Bringt mich schon aus dem Bette;
dann fange ich zu füttern an
und bin ein kreuzfideler Mann,
als wenn Million' ich hätte.
3.
O Weibelein ! O Weibelein !
Mußt nicht so finster schauen;
was frag' ich viel nach Gut und Geld,
die Vogelstub' ist meine Welt.
Sieh wie die Weibchen bauen.
4.
Mein Brüderlein ! Mein Brüderlein !
Du kannst mich nicht verspotten.
Du fühlst dich bei dem Staate wohl,
ich aber lieb das Vogelhohl,
der Dritte, der fängt Motten.
5.
Den Zuchtverein ! Den Zuchtverein !
den liebe ich von Herzen.
Dort spricht man viel von Züchterei,
bis morgens eins, auch manchmal zwei.
Die Frau wart' heim mit Schmerzen.
6.
Mein Testament ! Mein Testament !
Merkt wohl ihr lieben Erben:
Sargt mich ins große Bauer ein.
Ein Kasten sei' mein Leichenstein,
wenn ich einst sollte sterben.
Quelle:
"Taschenbuch für fidele Kanarienzüchter"
2. Auflage 1912
Herausgeber: Richard Biesecker, 1. Vorsitzender der Kanaria zu Halle
Verlag Böduel & Comp. (Witten a. d. Ruhr)
Texter: unbekannt
1.
Kanarienzucht ! Kanarienzucht !
Es kann nicht's schön'res geben;
im Winter, wenn es friert und schneit
und auch zur schönen Sommerzeit
bist du mein Glück, mein Leben.
2.
Der Hahnenschrei ! Der Hahnenschrei !
Bringt mich schon aus dem Bette;
dann fange ich zu füttern an
und bin ein kreuzfideler Mann,
als wenn Million' ich hätte.
3.
O Weibelein ! O Weibelein !
Mußt nicht so finster schauen;
was frag' ich viel nach Gut und Geld,
die Vogelstub' ist meine Welt.
Sieh wie die Weibchen bauen.
4.
Mein Brüderlein ! Mein Brüderlein !
Du kannst mich nicht verspotten.
Du fühlst dich bei dem Staate wohl,
ich aber lieb das Vogelhohl,
der Dritte, der fängt Motten.
5.
Den Zuchtverein ! Den Zuchtverein !
den liebe ich von Herzen.
Dort spricht man viel von Züchterei,
bis morgens eins, auch manchmal zwei.
Die Frau wart' heim mit Schmerzen.
6.
Mein Testament ! Mein Testament !
Merkt wohl ihr lieben Erben:
Sargt mich ins große Bauer ein.
Ein Kasten sei' mein Leichenstein,
wenn ich einst sollte sterben.
Quelle:
"Taschenbuch für fidele Kanarienzüchter"
2. Auflage 1912
Herausgeber: Richard Biesecker, 1. Vorsitzender der Kanaria zu Halle
Verlag Böduel & Comp. (Witten a. d. Ruhr)
Dienstag, 15. März 2016
Vogelzucht ist mein Pläsir
Melodie: Bayrisch Bier & Leberwurst
Texter: unbekannt
1.
Vogelzucht ist mein Pläsier, juchheidi, juchheida.
gibt nichts schönres, glaubt es mir, juchheidi, juchheida.
Macht viel Spaß und tut nicht weh,
manchmal nur dem Portemonnaie !
Juchheidi, juchheida, juchheidi hei trallala,
juchheidi, juchheida, juchheidi, heida !
2.
Sorgen drücken Mensch und Vieh, juchheidi, juchheida.
Züchter kennen so was nie, juchheidi, juchheida.
Drückt sie was im Schuhe vorn,
ist es nur ein Rübsenkorn !
Juchheidi, juchheida, juchheidi hei trallala,
juchheidi, juchheida, juchheidi, heida !
3.
Hat ein Freund Dir zugesetzt, juchheidi, juchheida.
daß Du einen Vogel hätst, juchheidi, juchheida.
Sprich dann ohne große Trauer,
meiner sitzt im Vogelbauer !
Juchheidi, juchheida, juchheidi hei trallala,
juchheidi, juchheida, juchheidi, heida !
4.
In dem Vogelzuchtverein, juchheidi, juchheida.
soll es auch sehr lehrreich sein, juchheidi, juchheida.
Tu' nicht, was da wird empfohlen,
sonst wird Dich der Teufel holen !
Juchheidi, juchheida, juchheidi hei trallala,
juchheidi, juchheida, juchheidi, heida !
5.
In der Sitzung viel Vergnügen, juchheidi, juchheida.
lernt man balde auch das Lügen, juchheidi, juchheida.
In den Stühlen da ist Pech,
keiner kommt vor morgens weg !
Juchheidi, juchheida, juchheidi hei trallala,
juchheidi, juchheida, juchheidi, heida !
6.
In der Heckzeit hat man's schwer, juchheidi, juchheida.
Frauchen schimpft da hin und her, juchheidi, juchheida.
Und die Kinder, welch' ein Schreck,
essen Ei und Zwieback weg !
Juchheidi, juchheida, juchheidi hei trallala,
juchheidi, juchheida, juchheidi, heida !
7.
Kommt der Händler dann ins Haus, juchheidi, juchheida.
wie schaut's Frauchen freundlich aus, juchheidi, juchheida.
Denn jetzt gibt es Topf und Hut,
und was man in' Busen tut.
Juchheidi, juchheida, juchheidi hei trallala,
juchheidi, juchheida, juchheidi, heida !
8.
Ausstellungen bringen Freud', juchheidi, juchheida.
manchen wohl auch Herzeleid, juchheidi, juchheida.
Wer da hoch kommt, ist ganz toll,
und wer reinfällt, trinkt sich voll.
Juchheidi, juchheida, juchheidi hei trallala,
juchheidi, juchheida, juchheidi, heida !
9.
Schwer hat's auch das Preisgericht, juchheidi, juchheida.
wenn's ein hartes Urteil spricht, juchheidi, juchheida.
Dann mach' sich's bei Zeiten fort,
sonst spricht noch der Stock ein Wort.
Juchheidi, juchheida, juchheidi hei trallala,
juchheidi, juchheida, juchheidi, heida !
10.
Aber trotz- und alledem, juchheidi, juchheida.
ist das Züchten angenehm, juchheidi, juchheida.
Und so lange Petrus läßt,
halt ich an den Vögel(n) fest.
Juchheidi, juchheida, juchheidi hei trallala,
juchheidi, juchheida, juchheidi, heida !
Quelle:
Texter: unbekannt
1.
Vogelzucht ist mein Pläsier, juchheidi, juchheida.
gibt nichts schönres, glaubt es mir, juchheidi, juchheida.
Macht viel Spaß und tut nicht weh,
manchmal nur dem Portemonnaie !
Juchheidi, juchheida, juchheidi hei trallala,
juchheidi, juchheida, juchheidi, heida !
2.
Sorgen drücken Mensch und Vieh, juchheidi, juchheida.
Züchter kennen so was nie, juchheidi, juchheida.
Drückt sie was im Schuhe vorn,
ist es nur ein Rübsenkorn !
Juchheidi, juchheida, juchheidi hei trallala,
juchheidi, juchheida, juchheidi, heida !
3.
Hat ein Freund Dir zugesetzt, juchheidi, juchheida.
daß Du einen Vogel hätst, juchheidi, juchheida.
Sprich dann ohne große Trauer,
meiner sitzt im Vogelbauer !
Juchheidi, juchheida, juchheidi hei trallala,
juchheidi, juchheida, juchheidi, heida !
4.
In dem Vogelzuchtverein, juchheidi, juchheida.
soll es auch sehr lehrreich sein, juchheidi, juchheida.
Tu' nicht, was da wird empfohlen,
sonst wird Dich der Teufel holen !
Juchheidi, juchheida, juchheidi hei trallala,
juchheidi, juchheida, juchheidi, heida !
5.
In der Sitzung viel Vergnügen, juchheidi, juchheida.
lernt man balde auch das Lügen, juchheidi, juchheida.
In den Stühlen da ist Pech,
keiner kommt vor morgens weg !
Juchheidi, juchheida, juchheidi hei trallala,
juchheidi, juchheida, juchheidi, heida !
6.
In der Heckzeit hat man's schwer, juchheidi, juchheida.
Frauchen schimpft da hin und her, juchheidi, juchheida.
Und die Kinder, welch' ein Schreck,
essen Ei und Zwieback weg !
Juchheidi, juchheida, juchheidi hei trallala,
juchheidi, juchheida, juchheidi, heida !
7.
Kommt der Händler dann ins Haus, juchheidi, juchheida.
wie schaut's Frauchen freundlich aus, juchheidi, juchheida.
Denn jetzt gibt es Topf und Hut,
und was man in' Busen tut.
Juchheidi, juchheida, juchheidi hei trallala,
juchheidi, juchheida, juchheidi, heida !
8.
Ausstellungen bringen Freud', juchheidi, juchheida.
manchen wohl auch Herzeleid, juchheidi, juchheida.
Wer da hoch kommt, ist ganz toll,
und wer reinfällt, trinkt sich voll.
Juchheidi, juchheida, juchheidi hei trallala,
juchheidi, juchheida, juchheidi, heida !
9.
Schwer hat's auch das Preisgericht, juchheidi, juchheida.
wenn's ein hartes Urteil spricht, juchheidi, juchheida.
Dann mach' sich's bei Zeiten fort,
sonst spricht noch der Stock ein Wort.
Juchheidi, juchheida, juchheidi hei trallala,
juchheidi, juchheida, juchheidi, heida !
10.
Aber trotz- und alledem, juchheidi, juchheida.
ist das Züchten angenehm, juchheidi, juchheida.
Und so lange Petrus läßt,
halt ich an den Vögel(n) fest.
Juchheidi, juchheida, juchheidi hei trallala,
juchheidi, juchheida, juchheidi, heida !
Quelle:
- "Taschenbuch für fidele Kanarienzüchter", 2. Auflage 1912, Herausgeber: Richard Biesecker, 1. Vorsitzender der Kanaria zu Halle, Verlag Böduel & Comp. (Witten a. d. Ruhr)
Dienstag, 1. März 2016
Birdwatching für Kinder: Das eigene Vogelfernsehen
Toll, wenn man vom Bett oder Schreibtisch aus dem Fenster schauen
kann. Da kann man nämlich Vögel anlocken und beobachten. Dies ist sehr
spannend, probiert es einmal aus.
Die Vögel freuen sich im Winter, bei einer geschlossenen Schneedecke über Futter, im Frühling über ein Körbchen mit dickem Wollfaden zum Nestbau und im Sommer über eine flache Schale mit Wasser, die sie als Planschbecken benutzen können.
Bietest Du diese Dinge an, dann hast Du Dein eigenes Vogelfernsehen !
Die Vögel freuen sich im Winter, bei einer geschlossenen Schneedecke über Futter, im Frühling über ein Körbchen mit dickem Wollfaden zum Nestbau und im Sommer über eine flache Schale mit Wasser, die sie als Planschbecken benutzen können.
Bietest Du diese Dinge an, dann hast Du Dein eigenes Vogelfernsehen !
Montag, 29. Februar 2016
Lied auf die "Kanaria"
Melodie: Was frag' ich viel nach Gut und Geld
Texter: unbekannt
1.
Was frag' ich viel nach Spiel und Schmaus, wenn ich ein Züchter bin.
Ich geh' am liebsten zum Verein, wo ich gehöre hin.
In ....* die "Kanaria", da ist es int'ressant fürwahr.
2.
Wenn man die erste Zucht versucht, und 's Resultat bleibt aus,
man schimpft den ganzen Tag und flucht, die Kästen schmeiß' ich raus,
dann ist die hohe Zeit wohl da, komm zum Verein "Kanaria".
3.
Hast Du dann schon in kurzer Zeit etwas dazu studiert,
so laß' nicht nach, es bringt Dir Freud', und du bist dann kuriert.
Nun merkst Du schon, was da geschah in dem Verein "Kanaria".
4.
Die Lehre von der Vogelzucht hört man nicht überall.
Als Mitglied sind dort viel gebucht, man spricht oft mit Beifall,
dann spitze Du die Ohren ja im Verein "Kanaria".
5.
Doch einer kommt nie in Verdruß, das ist der Kassenwart.
Er trägt den Beutel auf der Brust, nach echter deutscher Art.
Bei ihm sind stets die Gelder da für den Verein "Kanaria".
6.
Der Sekretär am bravsten ist, ein wahrer Advokat.
Wenn der erst seine Feder spitzt, schwupp 's Protokoll liegt da.
Dann sprechen alle, so ist's wahr in dem Verein "Kanaria".
7.
Auf's Inventar wohl jeder hält, doch einer ist bestimmt,
wenn dem nicht seine Liste fehlt - die Zeitung nimmt niemand -
dann ist bei ihm schon alles klar für den Verein "Kanaria".
8.
Ist einer mal behindert dann, von Krankheit angehaucht,
steh'n die Vertreter obenan - ein Arzt wird kaum gebraucht,
Berghopfen hilft dort jedesmal - in dem Verein "Kanaria".
9.
Und all'n zur Liebe schrieb' er dies, der Präses des Vereins.
Hegt immer nur den Wunsch, daß man erwies, wenn's gilt zusammen zu sein,
stets Einigkeit recht viele Jahr in dem Verein "Kanaria".
Anmerkungen:
Quelle:
"Taschenbuch für fidele Kanarienzüchter"
2. Auflage 1912
Herausgeber: Richard Biesecker, 1. Vorsitzender der Kanaria zu Halle
Verlag Böduel & Comp. (Witten a. d. Ruhr)
Texter: unbekannt
1.
Was frag' ich viel nach Spiel und Schmaus, wenn ich ein Züchter bin.
Ich geh' am liebsten zum Verein, wo ich gehöre hin.
In ....* die "Kanaria", da ist es int'ressant fürwahr.
2.
Wenn man die erste Zucht versucht, und 's Resultat bleibt aus,
man schimpft den ganzen Tag und flucht, die Kästen schmeiß' ich raus,
dann ist die hohe Zeit wohl da, komm zum Verein "Kanaria".
3.
Hast Du dann schon in kurzer Zeit etwas dazu studiert,
so laß' nicht nach, es bringt Dir Freud', und du bist dann kuriert.
Nun merkst Du schon, was da geschah in dem Verein "Kanaria".
4.
Die Lehre von der Vogelzucht hört man nicht überall.
Als Mitglied sind dort viel gebucht, man spricht oft mit Beifall,
dann spitze Du die Ohren ja im Verein "Kanaria".
5.
Doch einer kommt nie in Verdruß, das ist der Kassenwart.
Er trägt den Beutel auf der Brust, nach echter deutscher Art.
Bei ihm sind stets die Gelder da für den Verein "Kanaria".
6.
Der Sekretär am bravsten ist, ein wahrer Advokat.
Wenn der erst seine Feder spitzt, schwupp 's Protokoll liegt da.
Dann sprechen alle, so ist's wahr in dem Verein "Kanaria".
7.
Auf's Inventar wohl jeder hält, doch einer ist bestimmt,
wenn dem nicht seine Liste fehlt - die Zeitung nimmt niemand -
dann ist bei ihm schon alles klar für den Verein "Kanaria".
8.
Ist einer mal behindert dann, von Krankheit angehaucht,
steh'n die Vertreter obenan - ein Arzt wird kaum gebraucht,
Berghopfen hilft dort jedesmal - in dem Verein "Kanaria".
9.
Und all'n zur Liebe schrieb' er dies, der Präses des Vereins.
Hegt immer nur den Wunsch, daß man erwies, wenn's gilt zusammen zu sein,
stets Einigkeit recht viele Jahr in dem Verein "Kanaria".
Anmerkungen:
- *wird der betreffende Ort eingesetzt
- Notenblatt: klick hier
- Text: klick hier
Quelle:
"Taschenbuch für fidele Kanarienzüchter"
2. Auflage 1912
Herausgeber: Richard Biesecker, 1. Vorsitzender der Kanaria zu Halle
Verlag Böduel & Comp. (Witten a. d. Ruhr)
Montag, 15. Februar 2016
Leid und Freud' des Züchters
Melodie: Wohlauf noch getrunken
Texter: unbekannt
1.
Kanarien zu züchten gefällt uns gar sehr,
wenn dieses und jenes dabei nur nicht wär.
Man hat seine Freude, man hat so sein Leid,
und wird aus den Mätzchen oft selbst nicht gescheit.
Juvivallera.
2.
Hier kauft man den Roller für sündhaftes Geld
Und denkt: in der Hecke, da ist er ein Held.
"Dü dü !" lockt jed' Weibchen - der Roller, i wo,
hat Hagestolzmucken und tut gar nicht so.
Juvivallera.
3.
Dort baut sich ein Weibchen ein Nestlein gar fein,
die andern sind neidisch, die reißen's ihr ein.
Oft flucht man im Zorn: Kreuzschockschwerenot,
hätt' ich gleich ein Pustrohr, so schöß ich euch tot.
Juvivallera.
4.
Gibt's wirklich nun Junge, ist Ruhpart vorbei,
bald reibt man Semmel, bald wiegt man das Ei.
Und zieht ein Gewitter uns über den Kopf,
da füttern wir selber, als käm es vom Kropf.
Juvivallera.
5.
Oft schmollt auch das Frauchen: Mann schäme Dich,
dir ist der Piepmatz viel lieber als ich.
Einst wie ein Goldhähnchen schnittst Du mir die Tour,
jetzt hat deine Liebe die Mauserzeit nur.
Juvivallera.
6.
Man tröstet die Holde: "Schatz, sei doch nur gut,
zieh' ich recht viel Schläger, gibt's Prachtkleid und Hut."
Die Vögel sind flügge, man denkt an Verlauf -
Derweil tun die "Luderich" den Schnabel nicht auf.
Juvivallera
Quelle:
"Taschenbuch für fidele Kanarienzüchter"
2. Auflage 1912
Herausgeber: Richard Biesecker, 1. Vorsitzender der Kanaria zu Halle
Verlag Böduel & Comp. (Witten a. d. Ruhr)
Anmerkung:
Texter: unbekannt
1.
Kanarien zu züchten gefällt uns gar sehr,
wenn dieses und jenes dabei nur nicht wär.
Man hat seine Freude, man hat so sein Leid,
und wird aus den Mätzchen oft selbst nicht gescheit.
Juvivallera.
2.
Hier kauft man den Roller für sündhaftes Geld
Und denkt: in der Hecke, da ist er ein Held.
"Dü dü !" lockt jed' Weibchen - der Roller, i wo,
hat Hagestolzmucken und tut gar nicht so.
Juvivallera.
3.
Dort baut sich ein Weibchen ein Nestlein gar fein,
die andern sind neidisch, die reißen's ihr ein.
Oft flucht man im Zorn: Kreuzschockschwerenot,
hätt' ich gleich ein Pustrohr, so schöß ich euch tot.
Juvivallera.
4.
Gibt's wirklich nun Junge, ist Ruhpart vorbei,
bald reibt man Semmel, bald wiegt man das Ei.
Und zieht ein Gewitter uns über den Kopf,
da füttern wir selber, als käm es vom Kropf.
Juvivallera.
5.
Oft schmollt auch das Frauchen: Mann schäme Dich,
dir ist der Piepmatz viel lieber als ich.
Einst wie ein Goldhähnchen schnittst Du mir die Tour,
jetzt hat deine Liebe die Mauserzeit nur.
Juvivallera.
6.
Man tröstet die Holde: "Schatz, sei doch nur gut,
zieh' ich recht viel Schläger, gibt's Prachtkleid und Hut."
Die Vögel sind flügge, man denkt an Verlauf -
Derweil tun die "Luderich" den Schnabel nicht auf.
Juvivallera
Quelle:
"Taschenbuch für fidele Kanarienzüchter"
2. Auflage 1912
Herausgeber: Richard Biesecker, 1. Vorsitzender der Kanaria zu Halle
Verlag Böduel & Comp. (Witten a. d. Ruhr)
Anmerkung:
- Orginaltext des Volksliedes: klick mich
- Melodie: YouTube - klick mich
Montag, 1. Februar 2016
Hoch auf die Züchter
Melodie: "Kaisermarsch: Hipp Hipp Hurra"
Texter: unbekannt
1.
Stolz an, klingt an, wer in der Stadt die hellen Triller liebt,
und einen hübschen Piepmatz liebt, auf den er Achtung gibt.
Wer hier will gelten im Verein, muß Vogelzucht versteh'n.
[: und ein Kanarienzüchter sein, sonst woll'n wir ihn nicht seh'n :]
Drum klingt ans Gläschen, dass es schalle, Kanaria, Kanaria !
Es leben hoch die Züchter alle, Kanaria ! Kanaria ! Hurra !
2.
Kanarienzüchten, das macht Spaß, wenn alles gut gelingt,
das Weibchen auf dem Neste saß und reicht vie Männchen bringt;
doch manchmal flucht man überlaut und schlägt am liebsten drein !
[: Denn was die eine sie' gebaut, dass reißt die andre ein. :]
Doch klingt ans Gläschen, dass es schalle, Kanaria ! Kanaria !
Es leben hoch die Züchter alle, Kanaria ! Kanaria ! Hurra !
3.
Wenn sie sich beißen, wenn sie purr'n, steht man erfreut dabei
Und füttert, wenn Mätzchen schnurr'n, viel Rübesaat und Ei.
Jetzt lockt das Weibchen: Tü, tü, tü ! Hüpft um das Männchen rum,
[: doch oft rückt aus das Ludervieh und stellt sich völlig dumm :]
Doch klingt ans Gläschen, dass es schalle, Kanaria ! Kanaria !
Es leben hoch die Züchter alle, Kanaria ! Kanaria ! Hurra !
4.
Dann wieder sich ein Hahn erweißt als Rabenvater aus.
Er fliegt ans warme Nest und schmeißt die Jungen einfach raus. -
Das füttern auch kommt nicht in'n Sinn dem Weibchen dann und wann, was tun ?
[: Man stellt sich selber hin und geht mit Hölzchen dran :]
Doch klingt ans Gläschen, dass es schalle, Kanaria ! Kanaria !
Es leben hoch die Züchter alle, Kanaria ! Kanaria ! Hurra !
5.
Zeitweil' verlernt ein Hahn den Schlag, der uns vorher entzückt.
Er quietscht der Kaffeemühle nach und jappt als wie verrückt -
Wenn dann nichts mit der Hecke ist, schimpfts Frauchen obendrein,
[: Ein Vogelmeier, der Du bist, pack deinen Krempel ein ! :]
Doch klingt ans Gläschen, dass es schalle, Kanaria ! Kanaria !
Es leben hoch die Züchter alle, Kanaria ! Kanaria ! Hurra !
Quelle:
"Taschenbuch für fidele Kanarienzüchter"
2. Auflage 1912
Herausgeber: Richard Biesecker, 1. Vorsitzender der Kanaria zu Halle
Verlag Böduel & Comp. (Witten a. d. Ruhr)
Anmerkung
Leider weiß ich nicht mit Sicherheit, welche Melodie gemeint ist. Es gibt jedoch ein Marsch, der in der wilhelminischen Zeit recht beliebt gewesen ist. Hierbei handelt es sich um den "Hipp-Hipp-Hurra Marsch" von Georg Kunoth, der auch bekannt ist unter dem Titel "Laßt tönen laut den frohen Sang".
Texter: unbekannt
1.
Stolz an, klingt an, wer in der Stadt die hellen Triller liebt,
und einen hübschen Piepmatz liebt, auf den er Achtung gibt.
Wer hier will gelten im Verein, muß Vogelzucht versteh'n.
[: und ein Kanarienzüchter sein, sonst woll'n wir ihn nicht seh'n :]
Drum klingt ans Gläschen, dass es schalle, Kanaria, Kanaria !
Es leben hoch die Züchter alle, Kanaria ! Kanaria ! Hurra !
2.
Kanarienzüchten, das macht Spaß, wenn alles gut gelingt,
das Weibchen auf dem Neste saß und reicht vie Männchen bringt;
doch manchmal flucht man überlaut und schlägt am liebsten drein !
[: Denn was die eine sie' gebaut, dass reißt die andre ein. :]
Doch klingt ans Gläschen, dass es schalle, Kanaria ! Kanaria !
Es leben hoch die Züchter alle, Kanaria ! Kanaria ! Hurra !
3.
Wenn sie sich beißen, wenn sie purr'n, steht man erfreut dabei
Und füttert, wenn Mätzchen schnurr'n, viel Rübesaat und Ei.
Jetzt lockt das Weibchen: Tü, tü, tü ! Hüpft um das Männchen rum,
[: doch oft rückt aus das Ludervieh und stellt sich völlig dumm :]
Doch klingt ans Gläschen, dass es schalle, Kanaria ! Kanaria !
Es leben hoch die Züchter alle, Kanaria ! Kanaria ! Hurra !
4.
Dann wieder sich ein Hahn erweißt als Rabenvater aus.
Er fliegt ans warme Nest und schmeißt die Jungen einfach raus. -
Das füttern auch kommt nicht in'n Sinn dem Weibchen dann und wann, was tun ?
[: Man stellt sich selber hin und geht mit Hölzchen dran :]
Doch klingt ans Gläschen, dass es schalle, Kanaria ! Kanaria !
Es leben hoch die Züchter alle, Kanaria ! Kanaria ! Hurra !
5.
Zeitweil' verlernt ein Hahn den Schlag, der uns vorher entzückt.
Er quietscht der Kaffeemühle nach und jappt als wie verrückt -
Wenn dann nichts mit der Hecke ist, schimpfts Frauchen obendrein,
[: Ein Vogelmeier, der Du bist, pack deinen Krempel ein ! :]
Doch klingt ans Gläschen, dass es schalle, Kanaria ! Kanaria !
Es leben hoch die Züchter alle, Kanaria ! Kanaria ! Hurra !
Quelle:
"Taschenbuch für fidele Kanarienzüchter"
2. Auflage 1912
Herausgeber: Richard Biesecker, 1. Vorsitzender der Kanaria zu Halle
Verlag Böduel & Comp. (Witten a. d. Ruhr)
Anmerkung
Leider weiß ich nicht mit Sicherheit, welche Melodie gemeint ist. Es gibt jedoch ein Marsch, der in der wilhelminischen Zeit recht beliebt gewesen ist. Hierbei handelt es sich um den "Hipp-Hipp-Hurra Marsch" von Georg Kunoth, der auch bekannt ist unter dem Titel "Laßt tönen laut den frohen Sang".
Donnerstag, 28. Januar 2016
Geburtstagslied (1)
Melodie: Lindenwirtin ("Kein Tropfen im Becher mehr")
Texter: unbekannt
1.
Heute Morgen um halb acht
habe ich daran gedacht,
daß Geburtstag heute.
Und ich hab' mit vorgenomm',
daß ich abends wollte komm',
....*, dir ja zur Freude.
2.
Nun ich endlich sitze hier,
wünsche ich beim Glase Bier
dir im ferner'n Leben
neben deiner Vögelei,
die hier mit die beste sei,
Glück und Freunde eben.
3.
Bleibe uns auch stets gesund,
damit unser Freundesbund
dich nicht braucht zu missen,
da du stets mit deinem Rat,
wenn ein Freund von uns dich bat,
alles gern läßt wissen.
4.
Deine Frau, das liebe Weib,
hat ja auch ein Herz im Leib,
läßt dich abends wallen
hin in unsern Zuchtverein,
wo du kannst so fröhlich sein,
wo dir's kann gefallen.
5.
Kommt einmal der Sensemann,
schnauz' ihn nur tüchtig an.
Sprich: Mein Freund, mitnichten !
Ja, es tut mir wirklich leid,
hab' jedoch noch keine Zeit,
muß noch Vögel züchten.
Anmerkungen:
* hier wird der Vorname des Geburtstagkindes eingefügt;
bei zweisilbigen Namen wird das Wort "ja" ebenfalls weggelassen
Quelle:
"Taschenbuch für fidele Kanarienzüchter"
2. Auflage 1912
Herausgeber: Richard Biesecker, 1. Vorsitzender der Kanaria zu Halle
Verlag Böduel & Comp. (Witten a. d. Ruhr)
Anmerkung
Texter: unbekannt
1.
Heute Morgen um halb acht
habe ich daran gedacht,
daß Geburtstag heute.
Und ich hab' mit vorgenomm',
daß ich abends wollte komm',
....*, dir ja zur Freude.
2.
Nun ich endlich sitze hier,
wünsche ich beim Glase Bier
dir im ferner'n Leben
neben deiner Vögelei,
die hier mit die beste sei,
Glück und Freunde eben.
3.
Bleibe uns auch stets gesund,
damit unser Freundesbund
dich nicht braucht zu missen,
da du stets mit deinem Rat,
wenn ein Freund von uns dich bat,
alles gern läßt wissen.
4.
Deine Frau, das liebe Weib,
hat ja auch ein Herz im Leib,
läßt dich abends wallen
hin in unsern Zuchtverein,
wo du kannst so fröhlich sein,
wo dir's kann gefallen.
5.
Kommt einmal der Sensemann,
schnauz' ihn nur tüchtig an.
Sprich: Mein Freund, mitnichten !
Ja, es tut mir wirklich leid,
hab' jedoch noch keine Zeit,
muß noch Vögel züchten.
Anmerkungen:
* hier wird der Vorname des Geburtstagkindes eingefügt;
bei zweisilbigen Namen wird das Wort "ja" ebenfalls weggelassen
Quelle:
"Taschenbuch für fidele Kanarienzüchter"
2. Auflage 1912
Herausgeber: Richard Biesecker, 1. Vorsitzender der Kanaria zu Halle
Verlag Böduel & Comp. (Witten a. d. Ruhr)
Anmerkung
- Orginaltext findet sich hier: klick
- YouTube: Die Streuner
Sonntag, 24. Januar 2016
Hermann Hesse (aus: Politische Betrachtungen)
Dies sage ich euch zum Abschied: Höret auf den Vogel!
Höret auf die Stimme, die aus euch selber kommt! Wenn sie schweigt, diese Stimme, so wisset, daß etwas schief steht, daß etwas nicht in Ordnung ist, daß ihr auf dem falschen Weg seid.
Singt und spricht er aber, euer Vogel - oh, dann folget ihm in jede Lockung und noch in die fernste und kälteste Einsamkeit und in das dunkelste Schicksal hinein !
Hermann Hesse
(aus: Politische Betrachtungen)
Höret auf die Stimme, die aus euch selber kommt! Wenn sie schweigt, diese Stimme, so wisset, daß etwas schief steht, daß etwas nicht in Ordnung ist, daß ihr auf dem falschen Weg seid.
Singt und spricht er aber, euer Vogel - oh, dann folget ihm in jede Lockung und noch in die fernste und kälteste Einsamkeit und in das dunkelste Schicksal hinein !
Hermann Hesse
(aus: Politische Betrachtungen)
Das Hessenlied
Die
Schönheit Hessens besangen die Menschen schon zu Beginn des 20.
Jahrhunderts im "Hessenlied". Seit Hessen in der heutigen Form vor
nunmehr 60 Jahren auf dem Reißbrett entstanden ist, suchten und fanden
die Menschen in unserem Land immer wieder Gemeinsamkeiten, um sich mit
diesem Land zu identifizieren und es als unsere gemeinsame Heimat zu
begreifen. So wurde das "Hessenlied" Anfang der 50er Jahre gar zur
Landeshymne.
Auf unserer Verbandsmeisterschaft wird seit den letzten Jahren auch wieder das Hessenlied gespielt bei der Siegerehrung.
Auf unserer Verbandsmeisterschaft wird seit den letzten Jahren auch wieder das Hessenlied gespielt bei der Siegerehrung.
Lied: Der erste Preis
Melodie: So leb' denn wohl du stilles Haus
Texter: unbekannt
1.
Kanarien züchten, das ist schön,
wenn alles mag nach Wunsche geh'n,
dann winkt auch nach recht vielem Fleiß,
dem Züchter oft der erste Preis.
2.
Doch wenn er nicht recht aufgepaßt,
das Schicksal ihn am Kragen faßt,
dann lange er vorher schon weiß,
es gibt diesmal kein' ersten Preis.
3.
Ist in dem Stamme gutes Hohl,
die Knorre rund, die Schockel voll,
dann spricht er wohl im Freundeskreis:
Ich rechne auf den ersten Preis.
4.
Der Aufzug ist ein übles Ding.
Die Schwirre ist auch sehr gering.
Fehlt Hohl noch dem Kanariiengreis,
so bleibt auch aus der erste Preis.
5.
Tritt Konkurrenz nun stark hervor,
so spitze ja recht scharf das Ohr !
Der Kampf wird da jetzt hart und heiß.
Recht schwankend ist der erste Preis.
Quelle:
"Taschenbuch für fidele Kanarienzüchter", 2. Auflage 1912
Herausgeber: Richard Biesecker, 1. Vorsitzender der Kanaria zu Halle
Verlag Böduel & Comp. (Witten a. d. Ruhr)
Texter: unbekannt
1.
Kanarien züchten, das ist schön,
wenn alles mag nach Wunsche geh'n,
dann winkt auch nach recht vielem Fleiß,
dem Züchter oft der erste Preis.
2.
Doch wenn er nicht recht aufgepaßt,
das Schicksal ihn am Kragen faßt,
dann lange er vorher schon weiß,
es gibt diesmal kein' ersten Preis.
3.
Ist in dem Stamme gutes Hohl,
die Knorre rund, die Schockel voll,
dann spricht er wohl im Freundeskreis:
Ich rechne auf den ersten Preis.
4.
Der Aufzug ist ein übles Ding.
Die Schwirre ist auch sehr gering.
Fehlt Hohl noch dem Kanariiengreis,
so bleibt auch aus der erste Preis.
5.
Tritt Konkurrenz nun stark hervor,
so spitze ja recht scharf das Ohr !
Der Kampf wird da jetzt hart und heiß.
Recht schwankend ist der erste Preis.
Quelle:
"Taschenbuch für fidele Kanarienzüchter", 2. Auflage 1912
Herausgeber: Richard Biesecker, 1. Vorsitzender der Kanaria zu Halle
Verlag Böduel & Comp. (Witten a. d. Ruhr)
Dienstag, 19. Januar 2016
Amigurumi - Häckeln von kleinen Vögelchen
![]() |
| Quelle: ribbelmonster.de |
Die Amigurumi - Vögel sind eine super schöne Deko, beispielsweise für die beiden Jahreszeiten Frühling oder Herbst. Oder wie wäre es als Tischdeko bei einer Hochzeit, bei Vogelliebhaber oder -vereinen beim nächsten Stammtisch / Versammlung ? Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Man braucht kein extrem teures Material und hat vielen eine Freude gemacht. Mit wenig Aufwand lassen sich auch Schlüsselanhänger basteln.
... weiter zur Anleitung: Klick hier
Donnerstag, 7. Januar 2016
Freundschaft
Was für den Vogel die Kraft der Schwingen,
das ist für den Menschen die Freundschaft;
sie erhebt ihn über den Staub der Erde.
von Zenta Maurina
das ist für den Menschen die Freundschaft;
sie erhebt ihn über den Staub der Erde.
von Zenta Maurina
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